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Regionspräsident Hauke Jagau, Barbara
Thiel, Regionsdezernentin für Öffentliche Sicherheit,
und Regionsbrandmeister Bernd Keitel (von links) freuen sich,
dass die Simulationsstrecke für den Kesselwagen jetzt einsatzbereit
ist. Foto: Privat
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Ronnenberg (mh)
Die Ausstattung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Ronnenberg ist
moderner geworden, denn ab sofort ergänzen ein Wechselladerfahrzeug
und ein Mehrzweckfahrzeug den Bestand. Darüber hinaus sind die
Arbeiten an der Simulationsstrecke des Kesselwagens abgeschlossen. Insgesamt
hat die Region Hannover rund 200 000 Euro in die Modernisierung der
Ausstattung investiert. Regionspräsident Hauke Jagau hat die neuen
Fahrzeuge jetzt offiziell übergeben.
Das Wechselladerfahrzeug - ein Lastwagen mit austauschbarem Abrollbehälter
- wird künftig für den Transport von Material und Ausrüstung
eingesetzt. Der Vorteil dabei ist, dass der Behälter am Einsatzort
stehen bleiben kann, während das Trägerfahrzeug schon den
nächsten Behälter holt. Das System ist kompatibel mit dem
System der Berufsfeuerwehr, der Flughafenfeuerwehr und der Abfallwirtschaft
Region Hannover (aha). „Das ist auf jeden Fall eine sinnvolle
Ergänzung zu den bisherigen Fahrzeugen, weil es Flexibilität
ermöglicht“, lobte der Regionspräsident. „Damit
sind die Feuerwehren für Hilfseinsätze - zum Beispiel bei
Hochwasserlagen - gut gerüstet“, fügte er ergänzend
hinzu.
Mit der Einführung des Wechselladersystems sei die FTZ in der Lage,
sich in Zukunft von den Sonderfahrzeugen wie dem Schlauchwagen und dem
Gerätewagen Atemschutz zu verabschieden und diese durch entsprechende
Abrollbehälter zu ersetzen, hieß es von Seiten der Verantwortlichen.
Außerdem seien Anschaffung und Unterhaltung mit dieser Lösung
deutlich kostengünstiger. Die Simulationsstrecke für den Kesselwagen
dient künftig der Ausbildung von Feuerwehrleuten für den Gefahrguteinsatz
bei Bahnunfällen. Sie können dort beispielsweise üben,
Flüssigkeiten aufzufangen und Leckagen abzudichten. Auch das Erden
elektrischer Oberleitungen kann dort simuliert werden.
Darüber hinaus lernen die Feuerwehrleute die Armaturen des Kesselwagens
kennen. Der Wagen wurde der Feuerwehr 2005 unentgeltlich überlassen.
In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW), den freiwilligen
Feuerwehren und mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Hannover
wurde der Wagen in das dafür angelegte Gleisbett gehoben. „Diese
Aktion ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen den
Beteiligten“, lobte Regionsbrandmeister Bernd Keitel. „Bis
auf Materialkosten und die Pflasterung wurden alle Tätigkeiten
zur Aufstellung des Kesselwagens in Eigenleistung erbracht“, so
Keitel weiter. Das Mehrzweckfahrzeug wurde zum Teil aus Mitteln des
Konjunkturpaketes II bezahlt. In der Doppelkabine ist Platz für
fünf Personen. Dank eines Pritschenaufbaus kann darüber hinaus
Material transportiert werden. Der Wagen ersetzt einen 15 Jahre alten
VW-Transporter, der künftig an der FTZ Burgdorf stationiert sein
wird. Die FTZ ist zuständig für die Wartung und Überprüfung
der Einsatzgeräte von 82 Ortsfeuerwehren in den Städten und
Gemeinden Barsinghausen, Gehrden, Hemmingen, Laatzen, Pattensen, Ronnenberg,
Seelze, Springe und Wennigsen.
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