36. Jahrgang - Ausgabe 15, 7. Juli 2010 - Tel. 0 51 08 / 91 64-0 - Fax 91 64 17 - Nächste Ausgabe Nr. 16 am 4. August 2010

Aktuelle Informationen aus Gehrden und der Region

Region investiert in Sicherheit
Fahrzeugübergabe in der FTZ Ronnenberg

Regionspräsident Hauke Jagau, Barbara Thiel, Regionsdezernentin für Öffentliche Sicherheit, und Regionsbrandmeister Bernd Keitel (von links) freuen sich, dass die Simulationsstrecke für den Kesselwagen jetzt einsatzbereit ist. Foto: Privat

 
 

Ronnenberg (mh)
Die Ausstattung der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Ronnenberg ist moderner geworden, denn ab sofort ergänzen ein Wechselladerfahrzeug und ein Mehrzweckfahrzeug den Bestand. Darüber hinaus sind die Arbeiten an der Simulationsstrecke des Kesselwagens abgeschlossen. Insgesamt hat die Region Hannover rund 200 000 Euro in die Modernisierung der Ausstattung investiert. Regionspräsident Hauke Jagau hat die neuen Fahrzeuge jetzt offiziell übergeben.
Das Wechselladerfahrzeug - ein Lastwagen mit austauschbarem Abrollbehälter - wird künftig für den Transport von Material und Ausrüstung eingesetzt. Der Vorteil dabei ist, dass der Behälter am Einsatzort stehen bleiben kann, während das Trägerfahrzeug schon den nächsten Behälter holt. Das System ist kompatibel mit dem System der Berufsfeuerwehr, der Flughafenfeuerwehr und der Abfallwirtschaft Region Hannover (aha). „Das ist auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Fahrzeugen, weil es Flexibilität ermöglicht“, lobte der Regionspräsident. „Damit sind die Feuerwehren für Hilfseinsätze - zum Beispiel bei Hochwasserlagen - gut gerüstet“, fügte er ergänzend hinzu.
Mit der Einführung des Wechselladersystems sei die FTZ in der Lage, sich in Zukunft von den Sonderfahrzeugen wie dem Schlauchwagen und dem Gerätewagen Atemschutz zu verabschieden und diese durch entsprechende Abrollbehälter zu ersetzen, hieß es von Seiten der Verantwortlichen. Außerdem seien Anschaffung und Unterhaltung mit dieser Lösung deutlich kostengünstiger. Die Simulationsstrecke für den Kesselwagen dient künftig der Ausbildung von Feuerwehrleuten für den Gefahrguteinsatz bei Bahnunfällen. Sie können dort beispielsweise üben, Flüssigkeiten aufzufangen und Leckagen abzudichten. Auch das Erden elektrischer Oberleitungen kann dort simuliert werden.
Darüber hinaus lernen die Feuerwehrleute die Armaturen des Kesselwagens kennen. Der Wagen wurde der Feuerwehr 2005 unentgeltlich überlassen. In Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW), den freiwilligen Feuerwehren und mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Hannover wurde der Wagen in das dafür angelegte Gleisbett gehoben. „Diese Aktion ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten“, lobte Regionsbrandmeister Bernd Keitel. „Bis auf Materialkosten und die Pflasterung wurden alle Tätigkeiten zur Aufstellung des Kesselwagens in Eigenleistung erbracht“, so Keitel weiter. Das Mehrzweckfahrzeug wurde zum Teil aus Mitteln des Konjunkturpaketes II bezahlt. In der Doppelkabine ist Platz für fünf Personen. Dank eines Pritschenaufbaus kann darüber hinaus Material transportiert werden. Der Wagen ersetzt einen 15 Jahre alten VW-Transporter, der künftig an der FTZ Burgdorf stationiert sein wird. Die FTZ ist zuständig für die Wartung und Überprüfung der Einsatzgeräte von 82 Ortsfeuerwehren in den Städten und Gemeinden Barsinghausen, Gehrden, Hemmingen, Laatzen, Pattensen, Ronnenberg, Seelze, Springe und Wennigsen.