Brandanschläge: Belohnung für entscheidende Hinweise

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Flüchtlingsunterkunft konnte nach Brandanschlag fertiggestellt werden.
Der Bau des Flüchtlingsheims an der Hannoverschen Straße konnte trotz des Brandanschlags fertiggestellt werden. Foto: Sacha

Wer steckt hinter den Brandanschlägen im Januar? Noch immer sind die Täter nicht gefasst. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Hannover suchen nach wie vor nach den Personen, die vorsätzlich den Rohbau einer Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße und drei vor dem Rathaus an der Bergamtsstraße geparkte Fahrzeuge der Stadt Barsinghausen anzündeten. Nun sind für Zeugenhinweise, die zur Ergreifung und Überführung der Täter einer oder beider Taten führen, seitens der Staatsanwaltschaft Hannover 2.500 Euro Belohnung ausgesetzt worden.

Lahmann: Brandanschläge waren Angriff auf Demokratie

„Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft begrüße ich außerordentlich“ erklärt Bürgermeister Marc Lahmann und hofft, dass sich durch die Belohnung neue Zeugen melden. Die Stadt Barsinghausen lobt ebenfalls eine Belohnung in Höhe von 2.500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Täter führen, sodass sich die Belohnung auf 5.000 Euro erhöht. „Wir wollen den Anreiz erhöhen, dass sich Zeugen aus dem Umfeld der Täter melden“, so Lahmann. Die Brandanschläge im Januar hätten die ganze Stadt „zutiefst erschüttert“ und seien ein „Anschlag auf unsere Demokratie“ gewesen. „Daher ist es nur richtig, alle Mittel und Möglichkeiten auszuschöpfen, die zur Aufklärung dieser Taten beitragen“, so der Bürgermeister.

Kriminaldauerdienst nimmt Hinweise entgegen

Am 23. Januar legten Unbekannte im damaligen Rohbau der Flüchtlingsunterkunft an der Hannoverschen Straße ein Feuer, schlugen sämtliche Fenster ein und brachen einen Baucontainer auf. Der Schaden belief sich auf rund 100.000 Euro. Fünf Tage später brannten drei Fahrzeuge der Stadt Barsinghausen vollständig aus. Durch die Hitzeentwicklung wurden ein weiterer PKW sowie das Rathausgebäude leicht in Mitleidenschaft gezogen. Ein Sachschaden in Höhe von zirka 50.000 Euro entstand hierbei. Zur Aufklärung der Taten wurde beim Zentralen Kriminaldienst Hannover eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Bislang konnten die Taten nicht aufgeklärt werden und es ist auch nicht bekannt, ob zwischen ihnen ein Zusammenhang besteht.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 entgegen.