DFB-Chef Grindel sieht Confed Cup weiter skeptisch

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DFB-Präsident Reinhard Grindel führchtet, dass die Spieler bei Confed Cup und WM im Winter überlastet werden. Foto: Armin Weigel

Berlin (dpa) – DFB-Präsident Reinhard Grindel hat sich erneut kritisch über die Zukunft des Confed Cups geäußert. Er bleibe bei seiner Skepsis bezüglich des Turniers, an dem 2017 vom 17. Juni bis 2. Juli in Russland auch Weltmeister Deutschland teilnimmt.

In einem Weihnachtsgruß auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schrieb Grindel, die Belastung der Spieler sei am Limit und der Wunsch der Profivereine nachvollziehbar, ihren Spielern mehr Zeit für die Regeneration zu ermöglichen.

«Gerade wenn wir über 2017 hinaus denken, gibt es bezüglich des Confed-Cups Handlungsbedarf. Genau wie die WM in Katar müsste ein solches Turnier im Winter stattfinden – und mir fehlt die Fantasie, wie sich dies sinnvoll in den Fußballkalender integrieren lassen sollte», erklärte Grindel. Die DFB-Auswahl, die in der Vorrunde der WM-Generalprobe auf Chile, Australien und den noch unbekannten Afrikameister trifft, werde ebenso wie das U21-Team bei der Europameisterschaft ab Mitte Juni in Polen mit einer wettbewerbsfähigen Mannschaft antreten.

Angesichts von Olympia-Gold für die DFB-Frauen und -Silber für die Männer sowie dem Erreichen des EM-Halbfinales sprach Grindel von einem sportlich erfolgreichen Jahr 2016. Mit Blick auf die Affäre um die Vergabe der WM 2006 nach Deutschland erklärte Grindel, es sei gelungen, den DFB wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen.

Erklärung Grindel auf DFB-Homepage