Sommerurlaub: Strand oder Himaylaya?

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Marcel Sacha
Die Kolumne von Marcel Sacha.

Die Sommerferien stehen unmittelbar bevor. Die Zeit, in der es viele Familien an die Strände Deutschlands und darüber hinaus zieht. Für Hersteller von Bademode also die ideale Zeit, um ihre neuesten Kollektionen vorzustellen und dafür zu werben. So weit, so normal, denken Sie? Bei der Stadt München wird dies allerdings offenbar nicht gerne gesehen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ auf ihrer Online-Plattform berichtete, musste die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt jüngst „zweimal“ und „trocken“ schlucken – und zwar immer, wenn sie auf ein Plakat für eine Bade-Kollektion und die darauf in einem schwarzen, nicht überdurchschnittlich knappen Bikini posierende Frau blickte. Die Redakteure der „SZ“ bezeichneten die Frau als „praktisch nackt“.

Erhöhte Schluckgefahr am Strand

Ich mache jedes Jahr Urlaub an der Nordsee. Dort tragen – bei entsprechendem Wetter – nahezu alle Urlauber Bademode, unter anderem auch Bikinis. Mir ist jedoch noch nie der Gedanke gekommen: Die sind ja „praktisch nackt“. Ich frage mich, wo die Gleichstellungsbeauftragte Münchens und die „SZ“-Redakteure wohl ihren Sommerurlaub verbringen. Vermutlich im Himalaya, denn dort werden sie definitiv nicht „zweimal“ und „trocken“ wegen praktisch nackter Menschen schlucken müssen. Ich jedenfalls freue mich auf den Urlaub am Strand. Sollten Sie Ähnliches vorhaben, nehmen Sie zur Not aber den aktuellen „burgbergblick“ mit – um ihn zu lesen und sich damit gegebenenfalls zu bedecken, falls jemand in Ihrer Nähe schlucken muss.