10:1 – 96 präsentiert sich torhungrig und volksnah

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Barsinghausen - Hannover 96
Dicke Luft: Die 96er belagerten den Strafraum der „Barsinghäuser Jungs“ und kamen zu zehn teilweise wunderschön heraus gespielten Treffern. Foto: Bratke

Gelungen und rundum zufrieden! Das Fazit zum Freundschaftsspiel zwischen dem TSV Barsinghausen und Hannover 96 hätte nicht besser ausfallen können. Über 1.100 Zuschauer hatten das Duell zwischen Bezirksliga und 2. Bundesliga im REWE-Sportpark verfolgt, nicht mit Applaus gespart und insgesamt elf Tore bejubelt. Zu guter Letzt gab’s ein Versprechen: Aufstiegsträume und ein eventuelles Wiedersehen.

Vergessen waren die Wetterkapriolen des Vortages, als das Helferteam der Barsinghäuser TSV-Kicker wegen Gewitter nebst kräftiger Regenschauer das Schlimmste befürchten mussten. Immer wieder war der Aufbau für das sportliche Großereignis ins Stocken geraten. Am Spieltag selbst blieb es trocken – mehr noch: angenehme Temperaturen und herrlicher Sonnenschein. Trotz des Zuschauerandrang klappte die Logistik reibungslos.

Bis zum Anpfiff unterhielt Stadionsprecher Holger Bratke die Gäste mit launigen Talkrunden. Bürgermeister Marc Lahmann gab seine Einschätzung zur Sportstadt Barsinghausen – besser gesagt Fußballstadt – preis. Auch Dieter Schatzschneider, die Torjägerlegende der Roten, zeigte sich angetan von dem Barsinghäuser Großevent. Danach erlebte das altehrwürdige Waldstadion eine Premiere: Vor der voll besetzten Tribüne sang Dete Kuhlmann gemeinsam mit dem Publikum die 96-Hymne „Alte Liebe“ – komplett ohne Playback als A-Cappella-Version.

Die 90 Spielminuten zeigten die erwartete Überlegenheit des Bundesliga-Absteigers, der erstmals in der Region seinen neuen Kader präsentierte. Der gastgebende Landesliga-Absteiger – ebenfalls mit einigen Neuzugängen angetreten – wehrten sich tapfer, konnten aber zehn Gegentore nicht verhindern. Riesenjubel dann kurz vor Schluss, als Robert Just den Ehrentreffer der „Barsinghäuser Jungs“ erzielte. 1:10 und gut! Schlussendlich dann noch das Handschlag-Versprechen der Trainer Daniel Stendel (96) und Thorsten Kropp (TSV): Sollten beide Teams den Wiederaufstieg erreichen, will man sich im nächsten Sommer an gleicher Stätte wiedersehen. Dürfte schwierig werden!