Bald drei Waggons auf den Linien S1 und S2?

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S-Bahn
Symbolbild. Foto: Pixabay

Immer wieder beklagen sich Bürger über die Enge in den S-Bahnen zwischen Haste und Hannover – insbesondere im Berufsverkehr. Aber wie voll sind die Züge tatsächlich? Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion Eberhard Wicke, der Barsinghäuser Regionsabgeordnete Dr. Roland Zieseniß und der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Max Matthiesen haben sich an einem Wochentag auf einer Zugfahrt von Kirchdorf nach Hannover zwischen 7 und 8 Uhr selbst ein Bild von der Situation gemacht. Anlass in diesem Fall war ein Vorstoß des Verbandes für Wohneigentum Egestorf.

CDU S-Bahn S1
Dr. Roland Zieseniß (von links), Dr. Max Matthiesen und Eberhard Wicke machten sich im morgendlichen Berufsverkehr ein eigenes Bild von der Situation in der S-Bahn. Foto: Privat

Offenbar empfanden auch die CDU-Politiker die Situation als problematisch. Zieseniß will nun in der Regionsversammlung eine Anfrage stellen, welche Lösungsmöglichkeiten es aus Sicht der Regionsverwaltung gibt und welche Maßnahmen getroffen werden können. Denkbar wäre es laut der CDU-Reisetruppe, in der Mitte des Zuges einen zusätzlichen Wagen anzukoppeln. Eine andere Alternative könne auch ein sogenannter Doppeldecker-Zug sein, wie er auf Regionalexpress-Strecken eingesetzt wird. Dies dürfte allerdings schwer umzusetzen sein, gaben die Politiker direkt zu bedenken. Die Bahn setzt sogenannte Systemzüge (Lang- und Kurz-Züge) ein, was nur schwer zu verändern sei, da die betroffenen S-Bahn-Linien über die Grenzen der Region Hannover hinaus eingesetzt werden.

Vor einigen Jahren wurden zur Entlastung der Linien S1 und S2 im Berufsverkehr sowohl morgens als auch nachmittags zusätzliche Entlastungszüge eingesetzt. Offenbar konnte die Situation in den regulären Zügen dadurch nur wenig entspannt werden.

„Es ist ein dickes Brett zu bohren“, so die drei Abgeordneten übereinstimmend. Allerdings seien sie bereit, dies zu tun, gaben sie an.