„Einen Dr. Robra findet man nicht an jeder Straßenecke“

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Georg Robra
Dr. Georg Robra erhält für seine geleistete Arbeit in Barsinghausen viel Lob und Anerkennung. Foto: Stadt Barsinghausen

Die Reaktionen über die Nachricht, dass der Erste Stadtrat Dr. Georg Robra zum Oktober Barsinghausen verlassen wird, fallen zum großen Teil gleich aus. Nahezu alle im Rat vertretenden Fraktionen drücken ihre Anerkennung und ihren Dank für die geleistete Arbeit Robras aus, betonen jedoch gleichzeitig ihr Verständnis für die Entscheidung des gebürtigen Westfalen, wieder zu seiner Familie zu ziehen.

Dank, Anerkennung und Verständnis

„Wir bedauern die Entscheidung sehr“, sagt Peter Messing, Fraktionsvorsitzender der SPD. Robra sei eine „integrative Kraft für Barsinghausen“ gewesen, die der Stadt zukünftig fehlen werde, so Messing.

„Es ist wirklich schade“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Roland Zieseniß. Man sei zwar nicht immer einer Meinung gewesen, habe jedoch stets „sachlich und konstruktiv zusammengearbeitet“, so Zieseniß.

Fred Wellhausen, Ratsherr und FDP-Stadtverbandsvorsitzender, bedauert die Entscheidung Robras ebenfalls. Der Erste Stadtrat habe sehr viel Anerkennung für seine geleistete Arbeit verdient, insbesondere dafür, dass er „stets konstruktiv und an der Sache orientiert“ mit allen Fraktionen nach gemeinsamen Lösungen gesucht habe.

Die meisten Fraktionen hoffen darauf, einen ähnlich fachkundigen und beliebten Nachfolger für das Amt des Ersten Stadtrats zu finden – und das möglichst schnell. „Qualität geht allerdings ganz klar vor Schnelligkeit“, so Zieseniß. Diese Meinung teilt auch Peter Messing. Dennoch: „Einen Dr. Robra findet man nicht an jeder Straßenecke“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

UWG lehnt Nachfolger kategorisch ab

Anders fällt die Reaktion der UWG aus. „Kaum war er da, schon ist er weg. So etwas geht gar nicht“, erklärt Fraktionschef Markus Neugebauer. Die Unabhängigen erneuern nun ihre Forderung aus dem Jahr 2013, die Stelle des Ersten Stadtrats zu streichen. Das dadurch eingesparte Geld könne anderweitig und sinnvoller eingesetzt werden, so Neugebauer, der klarstellt: „Wir werden eine Neubesetzung der bald vakanten Stelle ablehnen. Es kann nicht sein, dass durch eine erneute Suche nach einem Stadtrat wieder Geld verbrannt werden muss.“ Stattdessen sei es laut Neugebauer sinnvoller, das Geld zu nutzen, um beispielsweise „als Stadt den Straßenausbau selbst zu leisten“.