Nachwuchs für die Feuerwehr

627
Um Feuer löschen zu können, müssen neue Einsatzkräfte unter anderem wissen, wann welcher Schlauch zum Einsatz kommt. Fotos: Welz

Barsinghausen. Wenn es brennt, bricht bei den meisten Menschen Panik aus. Zum Glück gibt es gut organisierte Feuerwehren: Da ist Panik ein Fremdwort! Ein Mal im Jahr findet auf den Plätzen rund um die Mensa des Schulzentrums am Spalterhals der praktische Teil der Truppmann-1-Ausbildung der Feuerwehr (FW) Barsinghausen statt. 30 Menschen zwischen 16 und 55 Jahren absolvieren seit vergangener Woche diesen Kurs, um in der aktiven FW mitmachen zu dürfen. Ganz schön viel Nachwuchs für die Feuerwehr

30 TeilnehmerInnen absolvieren 74 Stunden Unterricht

Die acht Teilnehmerinnen und 22 Teilnehmer müssen insgesamt 74 Stunden praktische und theoretische Feuerwehrtechnische Ausbildung hinter sich bringen, hinzu kommen neun Stunden Erste Hilfe: Sie lernen die Fahrzeuge kennen, erhalten eine Gerätekunde, müssen Schläuche ausrollen und wieder aufwickeln. Sie üben Löscheinsätze und schulen ihr Verhalten bei Gefahr: „Die Teilnehmer kriegen hier nichts geschenkt“, sagt Michael Borchers, stellvertretender Ausbildungsleiter.

„Die Durchfallquote ist relativ gering“

Elf der 17 Ortswehren Barsinghausens haben in diesem Jahr Truppmann-Anwärter geschickt. Am Ende des fünfwöchigen Kurses stehen eine theoretische, eine, praktische und eine mündliche Prüfung: „Die Durchfallquote ist relativ gering“, erklärt Borchers. Ältester Teilnehmer im Jahr 2018 ist Sven Lickfett, von der Wehr in Wichtringhausen. Der 55-Jährige ist seit rund zehn Jahren passives Fördermitglied, jetzt will er auch am aktiven Dienst teilnehmen: „Der Bedarf ist groß, deshalb will ich helfen“, sagt Lickfett.

Sven Lickfett (55) aus Wichtringhausen ist in diesem Jahr der älteste Teilnehmer des Lehrgangs. Foto Welz

Sven Lickfett ist mit 55 Jahren der älteste Teilnehmer 2018

Da er nicht in der Kinder- oder Jugendfeuerfehr war, befürchtet Lickfett, die Ausbildung zum Truppmann werde für ihn eine „besonders große Herausforderung“. Sein Glück: Er muss die vielen Aufgaben nicht alleine meistern: „Meine Kameraden haben mir schon ihre Hilfe angeboten.“ Nur gemeinsam ist man stark, in der Feuerwehr lebt man dieses Credo.

Bürgermeister Lahmann lobt alle Beteiligten

Am vergangenen Mittwoch wurde der diesjährige Lehrgang offiziell eröffnet. Bürgermeister Marc Lahmann lobte dort die Bereitschaft der Frauen und Männer, sich freiwillig in den Dienst der Allgemeinheit stellen zu wollen. Zudem sprach er den zahlreichen Ausbildern seinen Dank aus. Wer den Lehrgang besteht, darf anschließend mit der Truppmann-2-Ausbildung beginnen; die dauert zwei bis drei Jahre und findet zu großen Teilen in den einzelnen Ortswehren statt.

von Tobias Welz

Wie man Kontakt zu den Barsinghäuser Feuerwehren aufnehmen kann, erfährst Du hier.