Breitbandausbau in Gehrden: Die Tiefbauarbeiten beginnen

180
Symbolbild. Foto: Pixabay

Bis Ende 2018 sollen im Stadtgebiet Gehrden die letzten „weißen Flecken“ mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen versorgt werden. Seit Anfang November liegen die endgültigen Zuwendungsbescheide vom Bund und Land Niedersachsen zur Förderung des Projekts vor. Nach europaweiter Ausschreibung, Bietergesprächen und Verhandlungen mit Telekommunikationsunternehmen sowie eingehender Prüfung der Ausbaupläne hat die Region Hannover für Gehrden den Zuschlag an Telekom Deutschland erteilt.

Seit gestern ist es offiziell: Regionspräsident Hauke Jagau unterzeichnete mit Michael Krüger von Telekom Deutschland den Vertrag zum Breitbandausbau. „Schnelle Bandbreiten sind Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Trends. Davon profitieren jetzt auch die Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger in Gehrden, die bisher nicht optimal angebunden waren“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau.

Nach dem Beihilfe- und Förderrecht darf die Region den Breitbandausbau nur dort fördern, wo Telekommunikationsunternehmen weniger als 30 Mbit/s im Download anbieten und in den kommenden Jahren keinen Eigenausbau planen. Die Erschließung dieser so genannten „weißen Flecken“ im Regionsgebiet wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 1,15 Millionen Euro und vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 1,93 Millionen Euro gefördert. Die Region Hannover steuert den kommunalen Eigenanteil in Höhe von 330.000 Euro bei.

Angeschlossen werden 38 Adressen in Ditterke (in der Kirchwehrener Straße und Am Weidefeld) sowie in Northen (Goldener Winkel und Am Schulgarten). In den kommenden Wochen beginnt das Telekommunikationsunternehmen mit den notwendigen Tiefbauarbeiten, verlegt Glasfasertrassen und errichtet Verteilerkästen. Bis Ende 2018 sollen dann in Ditterke und Northen insgesamt 45 Haushalte und ein Unternehmen mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt sein. „So schließen wir die letzten Lücken und erfüllen langjährige Forderungen nach einer besseren Anbindung an das Internet“, freut sich Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf.

Ausschlaggebend für die Wahl der Telekommunikationsunternehmen waren neben der Höhe der Wirtschaftlichkeitslücken auch die technische Lösung bzw. die erreichbaren Geschwindigkeiten, der Fertigstellungstermin, die Höhe der Endkundenpreise sowie das Betriebs- und Servicekonzept. Die europaweite Ausschreibung erfolgte gemäß der förder- und beihilferechtlichen Vorgaben durch EU, Bund und Land nach dem so genannten „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“. Das bedeutet, dass die Region den Telekommunikationsunternehmen eine Investitionshilfe für den Fehlbetrag zwischen den Investitions- und Betriebskosten auf der einen und den zu erwartenden Einnahmen auf der anderen Seite gewährt. Rund 120.000 Euro investiert die Telekom in den Ausbau in Gehrden. Die Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 85.000 Euro wird durch den kommunalen Eigenanteil der Region Hannover sowie durch Fördermittel von Bund und Land gefüllt.

(red)