Feuerwehr: Fünf Einsätze in 24 Stunden

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Feuerwehr
Symbolfoto: Pixabay

Für die freiwilligen Helfer der Gehrdener Feuerwehr ging es heute Morgen früh aus den Federn. Um 5.05 Uhr rückten sie zu einem Einfamilienhaus im Nordfeld aus. Durch den anhaltenden Regen in der Nacht drang Wasser in den Keller. Auf rund 50 Quadratmetern stand das Wasser etwa fünf Zentimeter hoch. Die Feuerwehr setzte einen Wassersauger ein und pumpte rund 500 Liter Wasser aus dem Keller. Acht Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen waren im Einsatz.

Während die Arbeiten im Nordfeld noch andauerten, ging ein weiterer Notruf ein. Die automatische Brandmeldeanlage eines Seniorenwohnheims löste gegen 5.30 Uhr aus. Für die Schwerpunktfeuerwehr wurde Vollalarm ausgelöst. Der Löschzug fuhr die neue Einsatzstelle an, während die Besatzung des Rüstwagens bei dem Wasserschaden an der ersten Einsatzstelle verblieb. Im Seniorenheim hatte ein Brandmelder im ersten Obergeschoss ausgelöst. Der Grund hierfür konnte nicht ermittelt werden. Rauch oder Feuer wurden nicht festgestellt, daher wird von einem technischen Defekt ausgegangen. Die Einsatzstelle wurde dem verantwortlichen Personal des Heims übergeben.

Am Seniorenwohnheim waren der Löschzug mit 18 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen sowie die Polizei im Einsatz, im Nordfeld acht Helfer der Ortsfeuerwehr mit zwei Fahrzeugen.

Schon Montag alle Hände voll zu tun

Bereits am Montag hatten die Einsatzkräfte einiges zu tun. Um 9.15 wurde der Rauchwarnmelder eines Einfamilienhauses in Lemmie ausgelöst. Ein Postbote hörte das entsprechende Piepen. Da zunächst kein Bewohner anzutreffen war, alarmierte der Briefträger die Feuerwehr. Kurz bevor die Feuerwehren aus Lemmie und Gehrden in der Siedlung eintrafen, war auch der Eigentümer vor Ort. Schnell konnte der Rauchwarnmelder lokalisiert und Entwarnung gegeben werden. Eine Rauchentwicklung war nicht feststellbar. Offensichtlich hatte das batteriebetriebene Gerät einen technischen Defekt und dadurch den Fehlalarm ausgelöst. Die 24 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Lemmie und der Schwerpunktfeuerwehr Gehrden sowie der vorsorglich alarmierte Rettungswagen konnten schon bald wieder einrücken.

Der nächste Einsatz stand gegen 14.30 an. Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Kantstraße hörten einen Rauchwarnmelder im ersten Obergeschoss und alarmierten die Feuerwehr. Der Mieter der Wohnung war nicht zu Hause und die Wohnung abgeschlossen. Während die Polizei einen telefonischen Kontakt zum Mieter herstellte, verschafften sich Einsatzkräfte der Feuerwehr Zugang zur Wohnung. Über eine Steckleiter stieg ein Feuerwehrmann in das mit speziellem Werkzeug geöffnete Küchenfenster ein und konnte den piependen Rauchmelder im Wohnzimmer ausfindig machen. Nachdem die Batterie aus dem offensichtlich defekten Gerät entfernt war, wartete die Polizei auf den von seiner Arbeitsstelle in Hannover herbeieilenden Mann. Die 20 Einsatzkräfte der Schwerpunktfeuerwehr mit ihren vier Fahrzeugen sowie der vorsorglich alarmierte Rettungswagen konnten derweil schon wieder einrücken.

Gegen 16 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Ronnenberger Straße alarmiert. Beim Abladen neuer Pkw von einem Autotransporter platzte ein Ölschlauch an der Hydraulikanlage des Lkw. Etwa 50 Liter Hydrauliköl liefen auf die Fahrbahn und in den unbefestigten Seitenstreifen in der Ronnenberger Straße. Der Lkw-Fahrer hatte offensichtlich schon über Stunden vor Ort Reparaturen an seinem Laster vorgenommen, bevor die Polizei wegen der ölverschmutzten Fahrbahn informiert wurde. Neben dem Bauhof der Stadt Gehrden wurde auch die Feuerwehr alarmiert, um die weitere Ausbreitung mit Bindemittel zu verhindern. Nachdem der Lkw repariert, grob von tropfendem Öl gereinigt und aus dem betroffenen Bereich gefahren war, nahmen die Einsatzkräfte im Bindemittel gebundenes Öl wieder auf.

Straße kurzzeitig gesperrt

Während dieser Arbeiten musste die Ronnenberger Straße teilweise für den Verkehr eingeschränkt beziehungsweise gesperrt werden. Ein Mitarbeiter des ebenfalls gerufenen Fachbereichs Umwelt / Team Gewässerschutz der Region Hannover stellte zusammen mit den Einsatzkräften der Schwerpunktfeuerwehr fest, dass Öl tief in den unbefestigten Seitenstreifen eingedrungen ist. Dieser Bereich wurde abgesperrt und muss nun von einer Tiefbaufirma ausgebaggert werden. Nach etwa eineinhalb Stunden konnten die zwölf Einsatzkräfte mit ihren beiden Fahrzeugen wieder einrücken.

(ms / red)