„Gemeinsam für Kinder“: Neues Netzwerk für mehr Chancengleichheit

451
Frühe Hilfen
Das Projekt "Frühe Hilfen - Frühe Chancen" soll mehr Chancengleichheit im Bereich der frühkindlichen Bildung fördern. Foto: Stadt Ronnenberg.

„Alle Kinder sind gleich wichtig“, stellte Bürgermeisterin Stephanie Harms im Rahmen der Auftaktveranstaltung des neu gegründeten Ronnenberger Netzwerkes Gemeinsam für Kinder klar. Rund 40 Fachkräfte und Ehrenamtliche von öffentlichen, freien und kirchlichen Trägern der Jugendhilfe sowie aus den Bereichen Gesundheit und Kinderbetreuung nahmen an dem Treffen teil.

Zunächst stellten Dr. Holger Nieberg und Dr. med. Andrea Wünsch, Mitarbeiterin des Sozialpädiatrisches Kita-Konzeptes der Region Hannover, das Koordinierungszentrum „Frühe Hilfen – Frühe Chancen in der Region Hannover“ vor. Anschließend konnten sich die Teilnehmer bei einem „Markt der Möglichkeiten“ über bereits bestehende Angebote im Bereich der Stadt Ronnenberg informieren. Unter anderem wurde das Familienzentrum, das Diakonielädchen Kids und die Willkommensbesuche der Stadt Ronnenberg für Familien mit Neugeborenen vorgestellt. Im weiteren Verlauf des Abends gab es eine Befragung der Teilnehmer zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit der einzelnen Netzwerk-Teilnehmer und eine abschließende Präsentation der Ergebnisse.

Ziel des Netzwerkes und der Region Hannover sei es, dass alle Kinder gute Chancen für einen gelingenden Schulstart haben, erklärte Erwin Jordan, Dezernent für Soziale Infrastrukturbei der Region Hannover. Hierfür sei ist es wichtig, vertrauensvoll und wertschätzend mit den Eltern und allen Fachkräften zusammenzuarbeiten. Bürgermeisterin Harms betonte ebenfalls, wie wichtig es sei, allen Kindern dieselbe Chance für ein gesundes Aufwachsen zu geben. „Alle Kinder lachen gleich, unabhängig von Sprache und Herkunft“, so Harms.

Das Netzwerk „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ möchte die Bedürfnisse von Familien ermitteln, die Fachleute vor Ort vernetzen und die Kooperation von öffentlichen und freien Trägern stärken, um so ein förderliches Umfeld für das gesunde Aufwachsen von Kindern zu schaffen. Prävention vor Intervention ist dabei der Leitgedanke des Netzwerks, das in Kooperation von der Stadt Ronnenberg und dem Koordinierungs-zentrum „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ der Region Hannover, initiiert wurde.

Das neue Netzwerk ist Teil eines umfassenden Maßnahmenkataloges, den die Stadt Ronnenberg hat als Antwort auf den kürzlich erschienenen Sozialbericht der Region Hannover entwickelt hat. Dieser wies darauf hin, dass insbesondere in Empelde der Anteil von armutsbedrohten Einwohnern immer weiter steigt. Das nun erarbeitete Konzept umfasst sowohl den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung als auch eine eine Erweiterung der Schulsozialarbeit sowie weitere vielfältige Angebote zur Beseitigung von Problemlagen.

Viele Institutionen, Vereine und Verbände bieten Familien in Ronnenberg Freizeitaktivitäten, Bildungsangebote, Hilfe und Unterstützung an. Doch nicht allen Eltern sei bekannt, welche Angebote es für Kinder und Familien in der Kommune gibt, heißt es im Rathaus.