Johanniter beteiligen sich am Weltblutspendetag

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Johanniter
Foto: Johanniter / Stefan Simonsen

Der kurze Schmerz war es ihnen wert: Am gestrigen Weltblutspendetag haben sich acht ehrenamtliche Helfer der Johanniter aus Ronnenberg auf den Weg in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gemacht, um mit ihrer Blutspende Leben zu retten und auf die Notwendigkeit von Blutspenden aufmerksam zu machen.

„Das lebensnotwendige Blut kann nur der Körper selbst bilden, eine synthetische Herstellung steckt noch in der Entwicklung. Deshalb sind Kliniken wie die MHH darauf angewiesen, dass möglichst viele gesunde Menschen einen Teil ihres Blutes zur Verfügung stellen“, erklärt Kommunikationsreferent Stefan Simonsen.

Und der Bedarf ist riesengroß: Besonders nach Unfällen werden schnellstmöglich Blutkonserven benötigt, oft hängt das Leben der Betroffenen davon ab. Auch Krebsbehandlungen, Herzoperationen und Magen- und Darmerkrankungen sind häufige Gründe für die Verabreichung von Fremdblut.

Nach Angaben der MHH haben ihre Patienten im Jahr 2015 fast 48.000 Blutspenden für Operationen und Transplantationen benötigt. Damit sei die MHH der größte Blutverbraucher zwischen Rhein und Oder gewesen, heißt es.

Doch gerade im Sommer gehen die Blutspenden durch Urlaube und das warme Wetter immer wieder dramatisch zurück. Ein Umstand, auf den seit 2004 der Weltblutspendetag am Geburtstag des Serologen Karl Lansteiner aufmerksam machen will. Der spätere Nobelpreisträger entdeckte im Jahr 1901 das System der Blutgruppen und wäre am gestrigen Tag 148 Jahre alt geworden.

Rund sechs Mal im jahr kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden, sofern keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. In Deutschland ist zudem ein Mindestgewicht des Spenders von 50 Kilogramm vorgeschrieben.

(ms / Stefan Simonsen)

Foto: Johanniter / Stefan Simonsen