FDP Wennigsen fordert Klage gegen Windpark

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Windpark
Diese Windräder bei Leveste sind rund 120 Meter hoch, die neue Anlage zwischen Degersen, Redderse und Egestorf könnte bis zu 241 Meter hoch werden Foto: Welz

Der Bremer Windparkentwickler WPD will zwischen Degersen, Redderse und Egestorf sieben bis zu 241 Meter hohe Windräder aufstellen. Mehrere Bürger und Politiker sind strikt gegen die Pläne, die sich auf das Regionale Raumordnungsprogramm der Region Hannover (RROP) stützen. Dort wird die diskutierte Fläche als sogenannter „Vorrangstandort“ genannt. Die Wennigser FDP forderte ihre Stadtverwaltung jetzt dazu auf, gegen die Pläne zu klagen. WPD will mit der Anlage mehr als 21.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Einem Positionspapier der Partei zufolge solle Wennigsen idealerweise gemeinsam mit den beiden anderen betroffenen Kommunen (Gehrden, Barsinghausen) klagen, notfalls aber auch alleine. Gleichzeitig soll Wennigsen festlegen, dass zum „Schutz der Bürger, der Natur und der Landschaft“ eine Höhenbegrenzung für Windkraftanlagen im gesamten Gemeindegebiet von maximal 100 Metern (inkl. Flügel) einzuhalten ist. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, dass WPD bereits angekündigt hatte, dass man Windräder dieser Größenordnung nicht mehr wirtschaftlich rentabel betreiben könne.

Einen Bauantrag hat WPD unterdessen noch gar nicht gestellt, hierzu fehlen noch einige Gutachten und Stellungnahmen zu Umwelt- und Naturschutzfolgen. Diese sind allerdings in der Mache, unter anderem prüft ein Kartierer das 107 Hektar große Gelände seit Februar , notiert etwaige Uhu-Popuationen und Horst-Standorte. Bis Ende Juli soll er damit fertig sein. Eine Klage gegen das RROP ist bis Anfang August 2018 zulässig.

(tow)