Sinkende Milchpreise: Landwirte beklagen Symbolpolitik

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Kühe Landwirtschaft
Die sinkenden Milchpreise stellen die Landwirte vor Probleme. Foto: Privat

Auf dem Hof Struß in Egestorf ist man besorgt. Die sinkenden Milchpreise stellen die Landwirte in der Bundesrepublik vor enorme Probleme. Finanzielle Unterstützung des Bundes in Millionenhöhe sei zu wenig und lediglich Symbolpolitik, kritisiert Landwirt Kai Struß.

Die Junge Union Wennigsen hat im Rahmen ihrer Sommertour den Milchviehbetrieb in der Langreder Mark besucht. Unter dem Motto „Familienbetriebe“ wurden seitens der JU in den letzten Tagen mehrere Betriebe  im Calenberger Land begutachtet. „Im Fokus stehen Betriebe, die den Spagat zwischen Tradition und Innovation geschafft haben und den Herausforderungen der Zeit gewachsen sind“, so Inga Behre, stellvertredende Vorsitzende der JU Wennigsen. Angesichts der sinkenden Milchpreise hofft der Hof Struß auf eine verbesserte Regulierung der Milchmengen. „Die Zusage der Millionen-Zuschüsse vom Bund ist keine konkrete Hilfe, sondern hat nur Symbolcharakter“, sagt Kai Struß.

Junge Union Hof Struß
Kai Struß (von links), Sebastian Müller, Maxi Last, Inga Behre und Sören Lindner. Foto: Privat

Der 29-jährige Kai-Hendrik Struß und seine Eltern betreuen auf ihrem Hof mehr als 200 Rinder, darunter 110 Milchkühe. Die Familie hat ihren Betrieb in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert und dazu in einen großzügigen Boxenlaufstall und vollautomatische Melkanlagen investiert. Die Milchkühe können nun rund um die Uhr in die Melkstände gehen. Daten zur Milchmenge, aber auch zum Gesundheitszustand jeder einzelnen Kuh werden per Transponder in den Melkständen ausgelesen und ausgewertet.