„Sanierungshelden“ gewinnen mit spannenden Geschichten

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Echtes Schätzchen, in dem sich unerwartete Schätze verbargen: Bei der energetischen Sanierung eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses fanden die Neubesitzer zum Beispiel eine Flaschenpost aus dem 19. Jahrhundert. Foto: djd/dena/Schikora

(djd) Muss man ein Held sein, um sich an die energetische Sanierung seines Hauses zu wagen? Keineswegs. Aber wer saniert hat und darüber eine gute Geschichte erzählen kann, hat das Zeug zum „Sanierungshelden“ – das zeigt der gleichnamige Wettbewerb, den die Deutsche Energie-Agentur (dena) ausgeschrieben hatte. Teilnehmen konnten private Hausbesitzer, die ihre eigenen vier Wände komplett oder teilweise saniert haben oder erneuerbare Energien nutzen. Es waren ganz normale Hauseigentümer, die ihre Geschichten zu Protokoll gaben – zwölf davon wurden von einer prominent besetzten Jury aus der Vielzahl der Einsendungen ausgewählt. Sie zeigen, warum es sich lohnt, ein „Sanierungsheld“ zu werden. Nicht nur, weil die Energiekosten sinken und der Wohnkomfort steigt, sondern auch, weil man sich an spannende, anrührende oder einfach erfolgreiche Geschichten erinnert.

Ein Schatz für den Nachwuchs

So entstehen zum Beispiel neue Freundschaften, wenn man eigentlich gar keine Zeit dafür zu haben scheint: Zwei kleine Kinder, den Job und die Sanierung eines im Jahr 2010 gekauften Hauses aus den 60er Jahren unter einen Hut zu bringen, war gar nicht so einfach, berichten Jana und Thomas Deickert aus Bochum, die den ersten Preis in der Kategorie „Dämmung und Fenster“ gewannen. Doch durch Zufall lernten sie Evelin Wehling kennen, einen echten „Schatz“, wie Jana Deickert erzählt. Sie bot spontan ihre Hilfe bei der Kinderbetreuung an, entlastete so die Familie – und zählt heute zum engsten Freundeskreis der Eltern und der beiden kleinen Töchter.

Eine Flaschenpost aus längst vergangenen Tagen

Einen Schatz ganz anderer Art fanden Christine und Oliver Schikora aus dem fränkischen Münnerstadt, „Sanierungshelden“-Gewinner in der Kategorie „Komplettsanierung zum Effizienzhaus“. Bei der Sanierung ihres denkmalgeschützten Fachwerkgebäudes auf einen modernen Effizienzstandard stießen sie auf allerlei historische Fundstücke. Eine spannende Geschichte erzählte zum Beispiel eine Flaschenpost, die sich unter den Bodendielen verbarg: Sie enthielt die „Gründungsurkunde“ einer Bande von Gymnasiasten – aus dem Jahr 1873. Alle Siegergeschichten und Anregungen zur energetischen Modernisierung der eigenen vier Wände gibt es unter www.sanierungshelden.de.