Sommerlich unterwegs: Was erlaubt ist und was nicht

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Sommer
lipflops am Steuer sind zwar nicht verboten, aber dennoch nicht ganz ungefährlich. Foto: dmd/thx

(dmd) Sommer, Sonne – und Hitze im Auto … Je höher die Temperaturen, desto verlockender Flipflops statt feste Schuhe, weit geöffnete Fenster, Hitzeschilder und andere Hilfsmittel, um die Fahrt angenehmer zu gestalten. Doch Vorsicht! Manche dieser Aktionen können nach hinten losgehen und hohe Bußgelder mit sich führen.

Ein Klassiker unter den Sommergefühlen: Raus aus den festen Schuhen, rein in die Flipflops – und ab zum Baden. Hier wabert seit Jahren das Gerücht, dass man bei der Fahrt mit diesen Schuhen ein Bußgeld riskiert. Doch dies wurde nun vom ADAC dementiert. Fakt ist: Es ist nicht verboten. Allerdings kann es bei einem Unfall sein, dass die Versicherung die Zahlung der Summe oder eines Teiles davon verweigert, wenn der schuldige Fahrer mit Flipflops unterwegs war.

Auch wer meint, es schütze die Insassen des Fahrzeugs vor der Hitze, indem er seine Scheiben verdunkelt, sollte nicht übertreiben. Geschieht dies mit einer dafür zugelassen Folie, ist es für die Heckscheibe und die hinteren Seitenfenster erlaubt. Wer nach dem „Wenn-schon-denn-schon“-Prinzip auch die Windschutzscheibe und die vorderen Seitenfenster verklebt, wird garantiert schnell ertappt und riskiert damit 90 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.

Was die wenigsten Autofahrer wissen: Auch geöffnete Fenster bei einem parkenden Auto sind verboten. Die Verkehrsordnung schreibt vor, dass die Fahrzeuge geschlossen und vor unbefugter Nutzung geschützt sein müssen. Wer zuwider handelt, wird mit einem Verwarnungsgeld von 15 Euro bestraft.

Bekämpft man die Hitze, indem man sich im Bikini oder in der Badehose hinter das Steuer setzt, ist mal legal unterwegs. Keine Vorschrift verbietet dies. Sind die Insassen eines Fahrzeugs jedoch komplett ohne Kleidung unterwegs, fällt dies unter die Rubrik Erregung öffentlichen Ärgernisses.