Superfoods für den Darm

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Superfood
Symbolfoto: Pixabay (Meditations)

Hannover im Juli 2016. Mit einer Oberfläche von circa 300 bis 500 Quadratmetern,
was in etwa der Abmessung eines Tennisplatzes entspricht, stellt der Darm das
größte Organ des Menschen dar. Dabei übernimmt er hauptsächlich die Verdauung
und sorgt dafür, dass wichtige Nährstoffe aus Lebensmitteln ins Blut und somit in den
Organismus gelangen. Daneben bildet er mit Billionen von Bakterien einen
unverzichtbaren Teil der natürlichen Immunabwehr, indem er den Körper vor
Krankheitserregern schützt. Wer derart wichtige Aufgaben für die Gesundheit
übernimmt, benötigt Unterstützung. „Um die Darmfunktion aufrechtzuerhalten und zu
fördern, hilft eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und
Ballaststoffen. Vor allem Lebensmittel wie Rote Bete, Äpfel oder Leinsamen haben
eine besonders positive Wirkung auf den Verdauungstrakt“, weiß Prof. (Univ. Chisinau)
Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venenund
Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands
Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Regeneriert und gereinigt
Regelmäßiger Verzehr von Obst und Gemüse stellt einen zentralen Bestandteil
darmgesunder Ernährung dar. Rote Bete hilft zum Beispiel bei der natürlichen
Entgiftung des Körpers. Wer außerdem täglich ein Glas des Knollensaftes trinkt,
sorgt für einen schnelleren Abtransport schädlicher Keime. Ballaststoffe und
Antioxidantien in dem roten Gemüse stärken außerdem die Darmwand als lebendige
Schutzhülle des Organs. Als weiteres Superfood für den Verdauungstrakt gilt
Sauerkraut. „Seine Milchsäurebakterien unterstützen den Aufbau einer gesunden
Darmflora, helfen bei der Regeneration der Schleimhaut und sorgen somit für ein
starkes Immunsystem“, erklärt Prof. Hillejan. Auch Lebensmittel wie Naturjoghurt
oder das Sauermilchgetränk Kefir enthalten diese wertvolle Bakterienart. Weiterhin
erhält auch Obst wie Äpfel und Heidelbeeren eine gesunde Verdauung. Erstere
beinhalten sogenannte Polyphenole, also Stoffe, die geschädigte Zellen des Darms
reparieren. Heidelbeeren haben eine desinfizierende Wirkung und schützen zum
Beispiel vor Durchfallerkrankungen.

Ballaststoffreiche Samen
Neben frischen Pflanzenprodukten reguliert vor allem sogenannte Ölsaat wie Lein-,
Floh- oder Chia-Samen die Verdauung. In den Schalen enthaltene Schleimstoffe
verbinden sich im Darm mit Wasser, quellen dort auf und lösen Verstopfungen.
Außerdem unterstützt das Öl aus den Samen den abführenden Effekt, indem es als
Schmiermittel wirkt. Gleichzeitig regen die aufgequollenen Samen die Darmtätigkeit
an – dazu am besten ausreichend Flüssigkeit, also auf jeden Esslöffel Leinsamen
etwa 150 ml Wasser oder Tee, zu sich nehmen und geschrotete Samen oder nur
deren Schalen nutzen. „Patienten, die unter chronischen Darmerkrankungen leiden,
Herz- oder Nierenprobleme haben und deshalb auf eine geregelte Flüssigkeitszufuhr
achten müssen oder regelmäßig Medikamente nehmen, sollten vor der Einnahme
dieses natürlichen Abführmittels Rücksprache mit ihrem Arzt halten. So lassen sich
Neben- oder Wechselwirkungen ausschließen“, betont Prof. Hillejan. Als weitere
Ballaststofflieferanten dienen Nüsse und Schalenfrüchte wie Haselnüsse und
Mandeln. Auch Getreideprodukte wie beispielsweise Haferflocken, Brot aus Dinkeloder
Roggenmehl sowie Müsli unterstützen den Darm bei seiner Arbeit.
Mehr Informationen auch unter www.praxisklinik.com

(lk/red)