Unwetterwarnung: Schwere Sturmböen mit bis zu 100 km/h

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Unwetterwarnung
In Gehrden ist mit starken Windböen zu rechnen. Foto: pixabay(succo)

Der Unwetterservice der VGH Versicherung warnt vor schweren Sturmböen von 90 bis 100 Stundenkilometern. Das entspricht der Warnstufe ROT. Die Warnung ist ab heute, 10 Uhr, bis morgen, 19 Uhr, gültig.

Heute zieht ein kleinräumiges, aber sehr intensives Sturmtief mit seinem Zentrum über Norddeutschland hinweg südostwärts. Dabei kommt frischer bis starker Südwestwind auf, der nachmittags auf West bis Nordwest dreht. Es ist ab den Mittagsstunden mit schweren Sturmböen von 90 bis 100 km/h zu rechnen, bis zum Nachmittag können örtlich auch Böen bis an die 110 km/h erreicht werden. Spätnachmittags und vor allem abends beruhigt sich der Wind wieder.

Der Unwetterservice bittet um die Beachtung der möglichen Auswirkungen:

  • Strom und Telefon können zeitweise ausfallen.
  • Dächer und Schornsteine können beschädigt werden, auch größere Gegenstände umherfliegen. Schilder und Werbetafeln können umfallen.
  • Bäume können entwurzelt werden oder größere Äste können abbrechen.
  • Besonders an bewaldeten Straßen besteht eine erhöhte Gefahr durch umstürzende Bäume und umherfliegende Äste.
  • Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr durch Windbruch; auch im Flug – und Schiffsverkehr kommt es zu Beeinträchtigungen. PKW mit Anhänger können ins Schleudern geraten oder umstürzen.

Es handelt sich hierbei um mögliche Ausmaße, die von Wetterlage zu Wetterlage variieren können.

Folgende Schutzmaßnahmen werden empfohlen:

  • Unterlassen Sie vermeidbare Autofahrten. Fahren Sie nicht mit Fahrzeugen, die dem Wind große Angriffsflächen bieten.
  • Stellen Sie sich auf Verspätungen von Bussen und Bahnen, eventuell auch auf Totalausfall von öffentlichen Verkehrsmitteln ein.
  • Meiden Sie Waldgebiete oder den Aufenthalt in der Nähe größerer Bäume.
  • Achten Sie auf herumfliegende Gegenstände und fallende Dachziegel.
  • Klettern Sie nicht auf Dächer und berühren Sie keinesfalls herabhängende Leitungen oder Metallteile beschädigter oder umgestürzter Strommasten.
  • Befestigen Sie lose Gegenstände oder bringen Sie diese – soweit möglich – in geschlossene Räume.

(red)