Barsinghausen: Hier wird Geflüchteten gut vernetzt geholfen

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Koordinierungs- und Beratungsstelle für GeflüchteteKoordinierungs- und Beratungsstelle für Geflüchtete
Claudia Schüßler (links) hat sich von Brigitte Kessner und Abdul Hamid Khalil zeigen lassen, wie die Koordinierung funktioniert. Foto: Welz

Brigitte Kessner und Abdul Hamid Khalil haben in ihrer Koordinierungs- und Beratungsstelle für Geflüchtete nach eigenen Angaben bereits alle Hände voll zu tun: „Unser Terminkalender ist sehr gut gefüllt“, sagt Kessner. Sie arbeiten im Auftrag des DRK-Soziale Dienste seit Anfang Dezember in der Marktstraße in Barsinghausen. Am Freitag, 19. Januar, hat sich die SPD-Landtagsabgeordnete Claudia Schüßler das Beratungsangebot erklären lassen. Ihr Fazit: „Ich bin froh, dass wir dieses Zentrum haben.“

Hauptaufgabe der beiden Projektmitarbeiter ist es, die verschiedenen Initiativen und Projekte der Integrations- und Gemeinwesenarbeit auf kommunaler Ebene zu koordinieren und sinnvolle Strukturen in den Gebieten rund um die Gemeinschaftsunterkünfte von Geflüchteten aufzubauen. So wollen sie Hilfesuchende alltagsfähig machen und ihnen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen: „Integration ist viel mehr als das Bestehen eines Deutschkurses“, sagt Gabriele Allgeier Geschäftsführerin des DRK-Soziale Dienste.

Das Projekt sei „einzigartig in der Region“, so Allgeier. Das Land Niedersachsen fördert das Engagement nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit 75.000 Euro, das DRK steuere zudem 25.000 Euro bei. Die Verträge sind bislang befristet bis Ende 2018. Schüßler kündigte an, sie wolle sich „sehr gerne“ für eine Verstetigung des Projektes einsetzen. Auf der Seite des DRK zeigte man sich ebenfalls davon überzeugt, dass die Beratungsstelle auch in Zukunft einen Mehrwert in der Arbeit mit Geflüchteten hervorbringen kann.

(tow)