Harms zu Kulturförderung: Nicht ohne Eigeninitiative

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Stephanie Harms
Bürgermeisterin Stephanie Harms. Foto: Stadt Ronnenberg

Der Verein Kunstraum Benther Berg erwirtschaftete einen jährlichen Fehlbetrag in Höhe von rund 1.500 Euro. Geht es nach den Mitgliedern, soll die Stadt Ronnenberg diesen Betrag ausgleichen. Über den entsprechenden Antrag, den der Kunstraum Benther Berg bei der Verwaltung einreichte, kann die Stadt jedoch nicht bewilligen. Dies teilte Bürgermeisterin Stephanie Harms dem Verein schriftlich mit. Der Grund: Die Verwaltung kann darüber nicht entscheiden. Diese Befugnis liegt stattdessen beim Rat.

Der Antrag wurde nun den Ratsmitgliedern übermittelt, da diese über die Gewährung von freiwilligen Leistungen entscheiden, wie Harms in ihrem Schreiben erklärt. Auch der Ortsrat Benthe wurde über das Anliegen informiert. Dieser kann bei einer entsprechenden mehrheitsentscheidung Ortsratsmittel zur Verfügung stellen.

Die Bürgermeisterin unterstreicht in ihrem Schreiben, wie wichtig der Stadt die Kulturarbeit im Stadtgebiet sei. „Seit vielen Jahren“ habe die Stadt die Kulturarbeit vor Ort „nach ihren Möglichkeiten freiwillig unterstützt“, so Harms, unter anderem durch die kostenfreie Überlassung von Räumen für den Kunstraum Benther Berg.

Ganz ohne Eigeninitiative gehe es allerdings nicht. Zusätzlich zum Antrag auf Übernahme der Kosten bat der Kulturverein auch um eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung seitens der Stadt. Diesbezüglich macht Harms darauf aufmerksam, dass die Stadt bereits verschiedene Angebote bereithalte, um Vereinen eine Plattform zur Bekanntmachung ihrer Veranstaltungen zu ermöglichen, wie zum Beispiel im städtischen Terminkalender oder auf der Internetseite der Stadt Ronnenberg. Hierfür müssten allerdings die entsprechenden Veranstaltungen rechtzeitig angemeldet und mitgeteilt werden, so die Bürgermeisterin.