IntraRegionale: Der Kunst auf der Spur

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Echo Benther Berg IntraRegionale
Das "Echo" befindet sich auf dem Benther Berg. Foto: jbrinkmann.de

Ein Kunsterlebnis der ganz besonderen Art soll dieser Sommer werden. Vom 12. Juni bis zum 30. September zeigen zehn Landart-Künstler aus dem In- und Ausland an zehn Orten in der Region Hannover aktuelle Positionen der internationalen Landschaftskunst. Vom Benther Berg im Calenberger Land über die Badeinsel in Wunstorf-Steinhude bis hin zum Wietzepark in Langenhagen setzen zehn temporäre Installationen verschiedene Kultur-Landschaften in Szene. Anlass ist das Kunstprojekt IntraRegionale, das gemeinschaftlich von zehn Kunstvereinen ausgerichtet wird und in das Programm 2016 der „Gartenregion Hannover“ eingebunden ist.

So breiten sich auf einer Anhöhe des Benther Berges mit Blick in das Calenberger Land vier große Trichter auf dem Waldboden aus. „Echo“ nennt der Schwede Greger Ståhlgren sein Objekte, die der Form nach an Trompeten erinnern und den Eindruck erwecken sollen, als würde die Natur zum Menschen sprechen. Das Werk tritt in einen „stillen“ Dialog mit dem Betrachter und lässt Raum für eigene Gedanken und Interpretationen.

Auf dem ehemaligen Zechengelände in Barsinghausen zeigt die Berlinerin Susken Rosenthal die Arbeit „Bodenprobe“. Dabei handelt es sich um einen 150 Zentimeter hohen, achteckigen Kegel, der neben einer trichterförmigen Bodenvertiefung mit dem gleichem Ausmaß liegt. Anscheinend wurde die großformatige Kegelform vor Ort exakt aus dem Boden herausgestochen. Dabei ist die mit Gras bewachsene Oberseite des Kegels mit dem Pflanzenwuchs der Umgebung identisch. Die formale Künstlichkeit der Bohrsituation mutet surreal an und verweist auf die 100 Jahre alte Bergbaugeschichte des Zechenparks.

Eröffnet wird die IntraRegionale 2016 am 12. Juni mit einer gemeinschaftlich ausgerichteten Vernissage aller zehn beteiligten Kunstvereine. An diesem Tag wird es eine ganztägige Kunst-Bustour durch die gesamte Region Hannover mit Besuch aller zehn Ausstellungsorte inklusive Führung und Mittagessen geben. Bis September 2016 laden die beteiligten Kunstvereine zu weiteren, interessanten Bus- und Fahrradtouren, Workshops und Aktionen, Vorträgen und Märchenlesungen ein.

(red)