Stadtrat Robra verlässt die Deisterstadt

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Robra Lahmann
Bürgermeister Marc Lahmann (links) bedauert den Weggang des Ersten Stadtrats Dr. Georg Robra. Foto: Bratke

Überraschung in der Ferienzeit: Dr. Georg Robra (42) verlässt die Deisterstadt in Richtung Ostwestfalen. Der Erste Stadtrat tritt zum 1. Oktober eine gleich geartete Stelle bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh an. Am Montagabend votierten die politischen Vertreter seines neuen Arbeitgebers mit großer Mehrheit für den scheidenden Barsinghäuser Stadtrat und wählten ihn zu ihrem Ersten Beigeordneten. Jetzt machte Bürgermeister Marc Lahmann die hochrangige Personalangelegenheit öffentlich.

„Ausschließlich private Gründe“

Lahmann bedauere die Entscheidung des Ersten Stadtrats ausdrücklich, die er gleichwohl aber verstehe und akzeptiere. Barsinghausens Bürgermeister lobte Robra in höchsten Tönen, sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit, starker Teamfähigkeit und dankte ihm für sein Engagement. „Wir haben uns fachlich gut ergänzt“, betonte Lahmann.

Robras Erklärung für seinen Ausstieg nach nur 20 Monaten ist zweifellos verständlich. „Ausschließlich private Gründe“, bemerkte er zu seiner Entscheidung, die ihm keineswegs leicht gefallen sei. Das Familiäre, die gemeinsame Sorge um seine beiden Töchter (zehn und 17 Jahre alt) mit dem Lebensmittelpunkt in Bielefeld, stehe über dem Beruf. Erschwerend dabei: Das Amt des Ersten Stadtrats habe er nie als Job verstanden. „Es ist viel mehr“, so Robra.

Und weiter: „Barsinghausen und ich – das hat ganz gut zusammengepasst. Ich habe hier ganz tolle Begegnungen mit den Menschen gehabt.“ Robra sprach von einem „sehr starken und richtig guten Miteinander“. Sein Wunsch sei es, dass die Bürger seine Entscheidung nachvollziehen könnten und nicht an einen Dissens innerhalb der Verwaltung glauben. Der 42-Jährige stammt aus Herford, sein neuer Dienstort liegt also wesentlich günstiger.